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25.4.2010

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KULTURSOMMER ST. PETER AM KAMMERSBERG

  Programm

Gottes Botschaft in Klängen verkünden

Johann Sebastian Bach (1685-1750) und die

"Hohe Messe“ in h-Moll

J. S. Bach ist wohl der bedeutendste Vertreter der Musik des Barocks. Er wurde Zeit seines Lebens als Virtuose an den Tasteninstrumenten insbesondere an der Orgel hochgeschätzt. Als Orgelinspektor war sein Urteil äußerst gefragt. Viele Instrumente wurden auf seine Idee hin gebaut. Als der berühmteste Kantor an der Thomaskirche von Leipzig ist er uns heute bekannt.

Bachs Werke allerdings waren zu seinen Lebzeiten nur einem kleinen Kreis von Zuhörern und Schülern zugänglich. Mit seinem Tod gerieten seine Werke fast in Vergessenheit. Erst im 19. Jh. setzten sich die Komponisten mit seinem Schaffen auseinander. Seit dieser Zeit werden die Werke Bachs in aller Welt aufgeführt. Selbst in kommunistischen Ländern zählten Bachs Werke trotz ihres religiösen Verkündigungsinhaltes zum Repertoire.

J.S. Bach hinterließ ca. 1080 Werke. Das „Genie Bach“ schaffte es, sowohl für die Anfänger unter seinen Musikschülern als auch für anspruchsvollste Solisten, Chöre und Orchester hochwertigste Musik zu schaffen.

Vor allem im religiösen Bereich komponierte Bach Werke, die heute in Kirchen und Konzertsälen auf der ganzen Welt zu hören sind. Seine geistlichen Werke zeigen einen tief religiösen Menschen, der seine Fähigkeiten in den Dienst der Verkündigung von Gottes Größe, Liebe und Barmherzigkeit stellt. Für Bach war Musik das Abbild der göttlichen Schöpfungsordnung. Sie war aber auch der Vorgeschmack auf das „himmlische Jerusalem“.

Aus eigener Erfahrung kennt er Not, Krankheit (er erblindete im Alter vollständig) und auch die Verlassenheit angesichts des Todes (seine erste Frau starb nach kurzer Ehe und viele seiner Kinder kamen nicht ins Erwachsenenalter). Aber gerade im tiefsten Leid spricht seine Musik von Hoffnung. „Dem höchsten Gott allein zu Ehren“ ist das Ziel Bachs, wie er es im Vorwort zu seinem „Orgelbüchlein“ formuliert.

Zur Krönung seines Schaffens zählt zweifellos die „Hohe Messe“ in h-Moll. Die Messe, die Bach in seinen letzten Lebensjahren komponiert hat, stellt eine Zusammenfassung des gesamten Bachschen Werkes dar. Der Komponist fürchtete sich nicht vor seinem eigenen Tod, sondern nahm seinen letzten Lebensabschnitt zum Anlass, zentrale Kompositionen in die „catholische“ (allumfassende) Messe umzuarbeiten. Bach kam es dabei nicht auf zeitsparendes Arbeiten an – ganz im Gegenteil, denn oft ist die Unterlegung eines Textes mit vorhandenen Melodien schwieriger, als eine Neukomposition – sondern der Anhebung eines vorhandenen Werkes auf eine spirituell und musikalisch höhere Stufe. Die höchste Ebene war für Bach der Messtext, der den christlichen Konfessionen seit hunderten von Jahren gemeinsam ist und somit in der lutherischen wie in der römischen Liturgie seinen fixen Platz hat.

Am Samstag, 23. Oktober 2010 erklingt J.S. Bachs Hohe Messe in h-Moll anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Kultursommer St. Peter am Kammersberg“. Dieses Werk, das auch in den Konzertsälen großer Städte nicht allzu oft zu hören ist, wird auf Grund seiner Großartigkeit als Konzert aufgeführt.

Für diese Veranstaltung konnten berühmte Solisten, die auch an ausländischen Bühnen tätig sind, gewonnen werden: Cornelia Horak(Sopran), Lydia Vierlinger (Alt), Johannes Chum von der Mailänder Scala (Tenor), Wieland Satter (Bass). Die Grazer Kapellknaben befassen sich seit dem Jahr 2008 mit diesem Werk. Mit dem Zauber, der nur Knabenstimmen inne ist, werden sie uns in himmlische Klänge und Sphären entführen, um J. S.Bach treu zu bleiben und die Frohe Botschaft zu verkünden zur

„EHRE  GOTTES  UND  DER  RECREATION  DES  GEMÜTHS“.

(Mag. Renate Unterkofler)


 

 

 

 

   

Termine finden sie auch unter: www.kulturservice.steiermark.at

 

 

 

 
     

 

   © 2010 by Mag. Renate Unterkofler •  st-peter-kammersberg@graz-seckau.at