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Die Orgel wurde am 11.6.2005 von Diözesanbischof
Dr. Egon Kapellari geweiht. Sie stammt von der niederländischen
Orgelbaufirma Verschueren Leon III.
Das Instrument wurde in den Jahren 2004 /2005 gebaut. Als Orientierungsbeispiel
dienten sowohl in der Bauweise als auch in der Intonation das musikalische
Zeitempfinden und die Orgeltradition des mittleren 18. Jahrhunderts.
Diese neue Orgel ist keine Kopie historischer Beispiele sondern
ein Instrument des 21. Jahrhunderts. Sie basiert auf den Errungenschaften
von historisch künstlerisch-handwerklichen Traditionen und
folgt u. a. früher gebauten Verschueren Orgeln in Roggel (Nl),
Kempen (D), Averbode (B), Breitenwang (A).
Die Asymmetrie als Vorgabe des Bundesdenkmalamtes inspirierte uns
zu einer Formgestaltung, die die historische Umgebung nicht stört,
sondern zurückhaltend bereichert. Die Disposition und die Klangpalette
der Orgel basieren auf historischen Prinzipien, wobei u. a. der
Rheinländische Orgelbau aus der Mitte des 18. Jh. als Inspirationsquelle
diente.
Das Metall für die Orgelpfeifen wurde auf klassische, handwerkliche
Weise auf Stärke gegossen und anschließend nur manuell
nachbehandelt. Dies ist ein Arbeitsvorgang, wie er im mittleren
18. Jh. üblich war. Die Metallplatten sind dank dieser Gießmethode
nach oben auf natürliche Weise ausgedünnt. Dieser Arbeitsvorgang,
der seit mehr als 10 Jahren bei uns strukturell angewendet wird,
wird nicht wegen seiner "altmodischen" oder "historischen"
Arbeitsweise durchgeführt, sondern wegen der wesentlichen Qualitätssteigerung
des Orgelklanges. Alle Metallpfeifen wurden aus einer Legierung
von etwa 90% Blei und 10% Zinn angefertigt. Die offenen Metallpfeifen
sind auf Ton geschnitten. Die Prospektpfeifen haben keine Stimmvorrichtungen,
wo nötig, wurden in der Rückseite "Eier" eingeschnitten.
Die gedeckten Pfeifen haben zugelötete Oberseiten.
Bei der Gestaltung der Windversorgung gingen wir davon aus, dass
das Instrument einen ruhig atmenden Wind benötigt. Aus diesem
Grund haben wir einen mehrfaltigen Keilbalg gebaut. Die Mechanik
wurde so angefertigt und reguliert, dass sie einen wesentlichen
Beitrag zum musikalischen Orgelspiel liefert. Die Intonation ist
auf klassische Weise realisiert worden. Auch dadurch wird sich in
den kommenden Jahren der Orgelklang weiterentwickeln.
L.F.M. Verschueren III
Heythuysen, Juni 2005

durch königlichen Erlass
Hoflieferant
http://www.verschuerenorgelbouw.nl
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| Disposition
Hauptwerk (54T)
1. Principal 8'
2. Hohlflöte 8'
3. Octav 4'
4. Quint 3'
5. Superoctav 2'
6. Mixtur 3-4 fach
7. Trompete 8'
Positiv (54T)
08. .Gedackt 8' B/D
09. Flaut 4'
10. Flaut Travers 8' Disk
11. Octav 2'
12. Sesquialter 2-fach
Pedal (30T)
13. Subbass 16'
14. Octav 8' (C-H Transmission mit Nr. 1)
15. Trompete 8' (Transmission mit Nr. 7)
Koppeln
Pedal + Hauptwerk
Pedal + Positiv
Hauptwerk + Positiv (Schiebekoppel)
Tremulant fürs ganze Werk
Ventil
Windversorgung: ein mehrfaltiger Keilbalg
Winddruck: 67 mm.
Stimmung: Bach/Kellner
Tonhöhe: a-440 Hz. bei 15°C
Zusammenstellung Mixtur:
C 1 - 2/3 - 1/2
c° 2 - 1 1/3 - 1 - 2/3
c1 2 2/3 - 2 - 1 1/3 - 1
c2 4 - 2 2/3 - 2 - 1 1/3
c3 4 - 2 2/3 - 2 - 2d
Zusammenstellung Sesquialter
C 2 2/3* - 1 3/5
*C-H gedeckt mit Rohren
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